Nur so, Beiträge für die Geschichtsseite der ZEIT sind auch Nebenbeschäftigung, die Beteiligung am Lexikon der DDR-Rechtslehrer ebenfalls. Genußvoll habe mich diesen Privatvergnügungen hingegeben. Aber sie sind mittlerweile selbst schon Vergangenheit, heimlich durchgeführt im Rechnungsjahr 2011. Es bleibt der ungeheure Verdacht, daß ich auch für dieses Hobby Universitätswissen zweckentfremdet haben könnte. Aber ich verrate es nicht.

Die Rostocker Verwaltung wollte ausdrücklich eine nachträgliche Aktualisierung der Nebentätigkeitsanzeigen für das Jahr 2011. Deshalb habe ich nachträglich auf meine geldwerten Publikationen und Beschäftigungen im Bereich der Rechtsgeschichte hingewiesen. Darauf kam nun ein weiterer schmuckloser Brief. Verbote, die Universität und ihre Einrichtungen zu mißbrauchen, waren im nachhinein natürlich sinnlos. Dafür folgender Hinweis:

„Die verspätete Anzeige der Nebentätigkeit stellt eine Verletzung arbeitsrechtlicher Pflichten dar und hat im Wiederholungsfall entsprechende rechtliche Konsequenzen. Freundliche Grüße“

Wie diese Konsequenzen im einzelnen wohl aussehen mögen? Abmahnung? Rausschmiß? Publikationsverbot? Schadensersatz? Lohnkürzung? Aufstockung des Lehrdeputats? Man sagt es nicht. Ich weiß es nicht. Mit einem tiefen Seufzer gedenke ich der Einheit von Forschung und Lehre.