Der mops-block bietet Gelesenes, Gehörtes, Gesehenes aus Orten, an denen mit Recht oder vom Recht gehandelt wird: Universität, Theater, Akademie, Kino, Literatur, Gericht, Verwaltung, Presse, Parlament etc.
Notiert wird das Flüchtige am Rechts-Geschäft, Flurgeflüster, Kantinengespräche, Marginales, Banales, Nichtgrundsätzliches, Ein- und Zugefallenes - Tagebuch und Meinung der Blocker und ihrer Gäste.

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Inzwischen ist auch das zweite Gutachten zu Stephan Rübben eingegangen. Frau Professor Will teilt meine Meinung, daß größtmögliche Transparenz für unsere Verfahren nützlich und allen Beteiligten bekömmlich sei. Also hat sie mir sofort erlaubt, ihren Text dem Mops-Block einzuverleiben.
Hier ist er
Die Absicht, nach langen Jahren Martin Guerre wieder einmal in mein Seminar zurückkehren zu lassen, veranlasst mich, ein wenig Umschau zu halten, was sich wohl seit 1985 (vgl. RJ 4, 1985, 67 ff.) auf diesem Gebiet ereignet hat.

Selbstplagiat! Zunächst hielt ich den Ausdruck für einen Neologismus. Erfunden von einem jener Saubermänner oder besser Schmutzmänner im blütenweißen Tarnkostüm der reinen Wissenschaft, die neuestens vielerlei - am liebsten aber politischer - Prominenz nachstellen.

Eine kleine Recherche hat mich aber schnell eines Besseren belehrt.

Am 7. Dezember habe ich in der Universität Mannheim einen Vortrag gehalten. Es war ein älterer Text, den ich schon zweimal gelesen hatte. Einmal im Max Planck Institut für Europäische Rechtsgeschichte in Frankfurt/Main (auf Einladung von Marie Theres Fögen) und einmal vor den Freunden und Förderern der Berlin Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften (auf Einladung von Günter Stock). Mit dem Text hatte ich versucht,