Der mops-block bietet Gelesenes, Gehörtes, Gesehenes aus Orten, an denen mit Recht oder vom Recht gehandelt wird: Universität, Theater, Akademie, Kino, Literatur, Gericht, Verwaltung, Presse, Parlament etc.
Notiert wird das Flüchtige am Rechts-Geschäft, Flurgeflüster, Kantinengespräche, Marginales, Banales, Nichtgrundsätzliches, Ein- und Zugefallenes - Tagebuch und Meinung der Blocker und ihrer Gäste.

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Hin und wieder gibt es Ereignisse, die dem Beobachter einen unverstellten, tiefen Blick in Strukturen, Verhältnisse und Befindlichkeiten einiger Sektoren unserer Gesellschaft gestatten. Die causa Schavan ist ein solches Ereignis.

Die FDP, soviel scheint klar, hat im Moment ein Problem mit den Wortmeldungen einiger ihrer prominenten Mitglieder. Erst diese Sache mit dem Dirndl von Brüderle, nun das asiatische Aussehen von Hahn. Da kann Westerwelle noch so staatsmännisch durch die Lande reisen: Den von ihm ruinierten Ruf der ehemals liberalen Partei kann er mit der neu angesteckten Seriosität und strikter Vermeidung des Wortes Steuersenkung nicht reanimieren. Dies jedenfalls dann nicht, wenn seine Mit-Mannen solche Dinge sagen: Sexistisch, rassistisch oder einfach daneben.

Inzwischen ist auch das zweite Gutachten zu Stephan Rübben eingegangen. Frau Professor Will teilt meine Meinung, daß größtmögliche Transparenz für unsere Verfahren nützlich und allen Beteiligten bekömmlich sei. Also hat sie mir sofort erlaubt, ihren Text dem Mops-Block einzuverleiben.
Hier ist er
Die Absicht, nach langen Jahren Martin Guerre wieder einmal in mein Seminar zurückkehren zu lassen, veranlasst mich, ein wenig Umschau zu halten, was sich wohl seit 1985 (vgl. RJ 4, 1985, 67 ff.) auf diesem Gebiet ereignet hat.