Der mops-block bietet Gelesenes, Gehörtes, Gesehenes aus Orten, an denen mit Recht oder vom Recht gehandelt wird: Universität, Theater, Akademie, Kino, Literatur, Gericht, Verwaltung, Presse, Parlament etc.
Notiert wird das Flüchtige am Rechts-Geschäft, Flurgeflüster, Kantinengespräche, Marginales, Banales, Nichtgrundsätzliches, Ein- und Zugefallenes - Tagebuch und Meinung der Blocker und ihrer Gäste.

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Alle reden von München und seinen Richtern. Ich auch. Im hessischen Rundfunk, mit den Studenten, auf der Straße. Wo man hinkommt und als Jurist erkannt wird, stehen einem Fragen nach den Regeln der Platzvergabe im Münchner NSU-Prozess bevor.

Ich beschäftige mich zurzeit ein wenig mit dem Privatrechtsdenken und den Privatrechtsdenkern in Vergangenheit und Gegenwart. Da fällt mir ein Buch auf: Werner Flume, Rechtsakt und Rechtsverhältnis. Römische Jurisprudenz und modernrechtliches Denken. Das ist offenkundig unmittelbar einschlägig, auch wenn von "Privatrecht" nicht die Rede ist.

Vera Finger war auf der Suche nach dem Recht in der menschenrechtlich aufgerüsteten Sozialarbeit und schreibt mir nach einem Interview mit einer soziale Arbeit Studierenden folgendes:

Was ist der Wert der Sozialen Arbeit? Niemandem stellt sich diese Frage dringlicher als den Sozialarbeitenden selbst, denn ohne Wertehilfe und Ethos als feste Krücken im täglichen Broterwerb ist diese kaum zu bewältigen.

Endlich hat´s geklappt. Die FDP hat ihr Wahlkampfthema gefunden. Nicht gerade exklusiv, weil nahezu alle Parteien über Nacht dieses Thema auch für sich entdeckt haben. Aber dass die FDP einmal nicht ihre Wunschklientel der Besserverdiener mit den Gesetzen des freien Marktes gegen alle potentiellen Mitesser verteidigt, sondern durch ihren Spitzenkandidaten die Absicht kund tut, zumindest den Markt der Managergehälter nach Schweizer Vorbild mit regulatorischen Maßnahmen gesellschaftskonform einschränken zu wollen, verdient schon ein wenig mehr Beachtung, als es Politikerphantasien gemeinhin tun.