Der mops-block bietet Gelesenes, Gehörtes, Gesehenes aus Orten, an denen mit Recht oder vom Recht gehandelt wird: Universität, Theater, Akademie, Kino, Literatur, Gericht, Verwaltung, Presse, Parlament etc.
Notiert wird das Flüchtige am Rechts-Geschäft, Flurgeflüster, Kantinengespräche, Marginales, Banales, Nichtgrundsätzliches, Ein- und Zugefallenes - Tagebuch und Meinung der Blocker und ihrer Gäste.

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Magnus
Magnus ist gegangen. Er war ein guter Hund. Bruder von Cara, aus demselben Wurf. Zwei Jahre hat er seine Schwester überlebt. Er war kräftiger (26 kg) und hatte wesentlich kürzere Ohren, ein Mangel, den er durch einen prächtig geformten Hundekopf kompensierte. Gutmütig und weniger gewitzt als seine kluge, aber sehr furchtsame Schwester, verbarg er in seinem muskulösen, schwarzglänzenden Körper ein zartes Gemüt, ständig bereit nach den menschlichen Wünschen Ausschau zu halten und ihnen, soweit es einem Hund möglich ist, entgegenzukommen.

benjamin
Vor fünf und etwas mehr Jahren saßen Dieter Simon, Rainer Maria Kiesow und Benjamin Lahusen auf Einladung von Regina Ogorek in Zürich auf der Sonnenterrasse der Forstmoser/Ogorekschen Seevilla und parlierten, wie meist, über den Zustand von Recht, seine Theorie, die Wissenschaft und deren Vertreter. Dazu gibt und gab es schon immer viel zu sagen. Spontanes und Durchgekautes, Neues und Altes.

Dieter Grimm


Dieter Grimm hat kürzlich in Berlin an der Humboldt Universität einen Vortrag gehalten. Sein Titel: Rechtswissenschaft und Nachbarwissenschaften. Ein Déjà-vu denke ich und beeile mich dem befreundeten Redner zu lauschen.



Petrus Faber
Zu den vielen Verzerrungen, Beschädigungen und Entartungen, die dem deutschen Hochschulsystem in den letzten Jahrzehnten zugestoßen sind, ist als eine besondere und sonderbare Fäulnis das Auftauchen der „Plagiatsjäger“ zu rechnen. Dabei handelt es sich in der Mehrzahl um als „Wissenschaftler“ maskierte Personen, deren Wissenschaft darin besteht, daß sie die illegitime Aneignung von Gedanken und Sätzen durch Leute, die zu solchen Gedanken und Sätzen nicht in der Lage waren und sind, aufspüren und publizieren.


Das Aufspüren von Gedanken ist freilich relativ selten, da man dazu etwas von der Sache verstehen muss - eine Qualifikation, die den Jägern im Allgemeinen abgeht. Umso sicherer und erfolgreicher sind sie dafür bei der Identifikation von gestohlenen Sätzen, da der Vergleich einer Zeichenreihe aus Text a mit Zeichenreihen aus Text b offenkundig eine über die Erkennung von Buchstaben hinausgehende Fähigkeit nicht erfordert, weshalb er in der Regel auch durch Maschinen erledigt wird.