Der mops-block bietet Gelesenes, Gehörtes, Gesehenes aus Orten, an denen mit Recht oder vom Recht gehandelt wird: Universität, Theater, Akademie, Kino, Literatur, Gericht, Verwaltung, Presse, Parlament etc.
Notiert wird das Flüchtige am Rechts-Geschäft, Flurgeflüster, Kantinengespräche, Marginales, Banales, Nichtgrundsätzliches, Ein- und Zugefallenes - Tagebuch und Meinung der Blocker und ihrer Gäste.

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"Quasselbude" war in Zeiten der Weimarer Republik ein beliebter Ausdruck, mit dem weite Teile der öffentlichen Meinung ihre Bewertung des Parlaments zum besten gaben. Weimar ist gescheitert, wenngleich nicht an diesem Ausdruck. Aber beim zweiten Versuch, eine deutsche Demokratie zu installieren, war der Ausdruck wieder da - und da man entschlossen war, jeden Stolperstein, den man in der Geschichte Weimars entdeckt hatte, zu beseitigen, schuf man die 5% Klausel.

Vgl. SPIEGEL-online, 28. 10. 2011, Anwälte für Verfassungsbruch 

Rechtsanwälte haben es schon immer schwer gehabt, andere von ihrer Untadeligkeit zu überzeugen. Friedrich Wilhelm I hat seine diesbezügliche Abneigung in einer berühmten Kabinettsorder von 1726 verewigt, die noch heute in der Kleiderordnung ihre Spuren zeigt : Wir ordnen und befehlen hiermit allen Ernstes, dass die Advocati wollene schwarze Mäntel …zu tragen haben, damit man die Spitzbuben schon von weitem erkennt.

Rostock im Oktober. Sonnig und kühl. Am Bahnhof bietet Rechtsanwalt Kerls auf großen Plakaten seine Dienste im Arbeitsrecht an. Früher galt so etwas als standeswidrig. Aber in Marketing-Zeiten ist die Sensibilität für Stil geschwunden. Dafür sieht man den Anwalt im Ganzkörperformat. Ob das Vertrauen schafft?

Zu: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung 16. 10. 2011, Nr. 41, S. 54

Melanie Amann: Im Namen des Volkes.

Vor Gericht sind alle gleich. Die Richter garantieren, dass das Privateigentum geschützt wird.

Wie man in kürzester Zeit arm wird, hat uns die Finanzkrise gelehrt: Man muss nur dem Bankberater glauben und nach seinen Ratschlägen handeln. „Wie wir reich wurden“ sagt uns hingegen die FAZ jeweils am Sonntag. In vielen Folgen (www.faz.net/reich [am 19.10.2011]). Es war offenbar deutlich komplizierter als arm zu werden.