Der mops-block bietet Gelesenes, Gehörtes, Gesehenes aus Orten, an denen mit Recht oder vom Recht gehandelt wird: Universität, Theater, Akademie, Kino, Literatur, Gericht, Verwaltung, Presse, Parlament etc.
Notiert wird das Flüchtige am Rechts-Geschäft, Flurgeflüster, Kantinengespräche, Marginales, Banales, Nichtgrundsätzliches, Ein- und Zugefallenes - Tagebuch und Meinung der Blocker und ihrer Gäste.

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Wadi in Berenice Pancrisia
Auf meine Erinnerung an Dieter Nörr habe ich einen Brief bekommen. Ich bekomme gern Briefe, weil ich dann sehe, dass ich einen Leser gefunden habe. Der Brief stammt von Dr. Martin Schermaier, einem österreichischen Rechtswissenschaftler und Rechtshistoriker (wikipedia). Er schreibt:

 

akademiebbawAm 11. Januar 2018 wurde in der Berlin Brandenburgischen Akademie der Wissenschaft die langjährige Leiterin des Präsidialbüros Renate Nickel vor einem großen Publikum verabschiedet. Ich hielt eine Rede
Schweine raus
1952 erwarb ich für DM 1,70, das „Textbuch für den Hausgebrauch“ herausgegeben von Griebe, Hackethal, König und anderen „Amnestierten“.

65 Jahre später blätterte ich wieder darin und sah auf Seite 13 ein Gedicht - und sah auch, dass 65 Jahre vor dem deutschen Bauern sind wie ein Tag:

Dieter Nörr
Mai 1957. München. Das Sommersemester beginnt. Zweiter Mittwoch des Monats, 18.15 Uhr. Professor Wolfgang Kunkel eröffnet sein rechtshistorisch-romanistisches Seminar. Ich bin aufgenommen. Kunkel war der einzige gewesen, der mich zugelassen hatte. Bei Engisch und Larenz hatte ich vergeblich angeklopft. Ich konnte keine Qualifikationsnachweise vorlegen und scheiterte schon im Sekretariat. Kunkel hatte mich vorgelassen und nicht nach Leistungsscheinen gefragt. Nur nach Interessen und dem Schulabschluss. Das humanistische Gymnasium Kaiserslautern enthob mich weiteren Befragungen. Ich war willkommen.